200 Mio. - unsere Kostenschätzung

 

 

 

01.02.2014

Stadtratsbeschluss:

"Die Erstellungskosten des Tram-Projekts (gem. Vorplanung) wurden in einer Bandbreite zwischen 65-75 Mio. Euro maßgebend durch beauftragte Ingenieurbüros geschätzt (Preisstand 2011). Baukosten für stadtgestalterische Maßnahmen wurden in Höhe von ca. rund 7-9 Mio. Euro zzgl. Umsatzsteuer geschätzt. Bei weiter voranschreitender Planungsreife können weitere Kosten hinzu kommen“.

Die Berechnung lässt den wichtigen Aspekt der Umweltverbundröhre außen vor. Diese ist mit einem zusätzlichen Betrag von ca. 50 Mio. EUR zusätzlich zu veranschlagen.

Somit sind zwei grundsätzliche Betrachtungen vorzunehmen: 
A. Die Berechnung zu den Tramprojekt und 
B. die Berechnung zu den Kosten der Umweltverbundröhre. 
C. Sonstige Kosten

Unsere Berechnungen zeigen, dass die Tram bis zur Fertigstellung im Jahre 2020 ca. 150. Mio. EUR kosten wird. DieUmweltverbundröhre ist mit ca. 50 Mio. EUR anzusetzen. Das Gesamtprojekt wird also ca. 200 Mio. EUR kosten.

 

A. Berechnung zum Tramprojekt:

 

 

4. Berechnungsvariante  (04/2015)

Es wurde 2015 eine Streckenverlängerung in Steinhausen vom Stadtrat beschlossen. Es handelt sich um eine ca. 1,3 Kilometer lange Neubaustrecke vom Max-Weber-Platz bis zu Berg-am-Laim (S-Bahnhof). Es werden 6 neue Haltestellen errichtet.

 

Die Projektkosten betragen ca. 17,3 Millionen EUR. In der Quelle ist nicht ersichtlich, ob die Berechnung inklusive Mehrwertsteuer ist.

 

Nach dieser (aktuellen) Bepreisung kostet der Neubaukilometer 13,3 Millionen EUR.

 

Die geplante Strecke in Laim entspricht ca. 8,5 Kilometer. Die Strecke in Steinhausen entspricht unserer Ansicht in etwa dem Schwierigkeits- und Anpassungsgrad in Laim. Allerdings sind weder Brücken noch Unterführungen zu queren.

 

Wir gehen also davon aus, dass die Bauaufwendungen ungefähr gleichartig sind.

 

Die aktuellen Kosten für die Trambahnstrecke sind dann für 8,5 Kilometer ca. 113,1 Millionen EUR. Dazu kommt noch 19 % Mehrwertsteuer, somit ca. 21,5 Millionen EUR.

 

Nach diesem Beispiel würden 8,5 Kilometer ca. 134,6 Millionen EUR kosten. Aufgrund der längeren Bauzeit sind möglicherweise Zinseffekte (Verteuerungen) zu berücksichtigen.

 

In Pasing war die Bauzeit ca. 2 Jahre (für ca. 1.100 Meter), es ist offen, wie lange eine 8,5 Kilometer Strecke braucht um fertig zu werden.

 

Wir nehmen eine Bauzeit von ca. 5 Jahren an und unterstellen eine Gesamtverteuerung von ca.10 %: an, da sind ca. 13,5 Millionen EUR.

 

Insgesamt ist wohl davon auszugehen, dass das Projekt 8,5 Kilometer nach "Steinhauser Kalkulation" ungefähr 148,1 Millionen EUR kosten würde.

 

 

3. Berechnungsvariante
Auch die MVG geht von einer mündlich ausgesprochen Schätzung von einer Größenordnung von ca. 120 Mio. EUR aus. Es wird aber kein Fertigstellungsdatum dazu genannt.

 

Zwischenergebnis: Die Tram wird bis zur Fertigstellung der Berechnungsannahmen 1 und 2 im Jahre 2020 ca. 150. Mio. EUR kosten. Die dritte Berechnungsvariante ist nicht verwertbar, da es kein Projektende nennt.

 

 

2. Berechnungsvariante  (2014)
Tram-Projekt in Pasing, in Betrieb gesetzt 2013:

Preis pro Meter: 12 Mio. EUR pro 1.100 Meter 
Ungefähre Länge des Projekts in der Fürstenrieder Strasse: 10 Kilometer. (Die Kritiker monieren eine    Aufrundung um ca. 1 Kilometer, wir geben zu bedenken, dass die Tram in Pasing eine eingleisige Strecke (anstatt von zwei in der Fürstenrieder Strasse) zu verbauen hat.)

Gesamtpreis: 10.000 Meter x 12 Mio. EUR / 1.100 Meter = 109 Mio. EUR

 

Somit ist der Gesamtpreis der Strecke ca. 109 Mio. EUR (Preisstand 2013).

Die Fertigstellung wird 2020 sein, somit sind Preissteigerungen (oben kurz erklärt) einzubeziehen: 7 x 5 Prozent: 35 Prozent. Das entspricht ca. 38 Mio. EUR die noch zusätzlich zu tragen sind. Auch wird der Zinseszinseffekt vernachlässigt.

 

Wenn wir die preislichen Unwägbarkeiten einbeziehen, so sind wir bei der zweiten Berechnungsvariante von ca. 147 Mio. EUR (Preisstand 2020).

Das setzt aber voraus, dass ein vergleichbarer Schwierigkeitsgrad wie in Pasing herrscht.

 

 

1. Berechnungsvariante (2013)
Die Beträge sind Preisstand 2011 und ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen. Die Bebauung ist nicht mehrwertsteuerbefreit. Wir nehmen den höheren Betrag an, weil wir bei Kosten sehr vorsichtig kalkulieren:

Erstellungskosten: 
Tramprojekt: 75 Mio. EUR 
Maßnahmen: 9 Mio. EUR 
Gesamt ohne Mehrwertsteuer: 84 Mio. EUR 
plus 19 % Mehrwertsteuer: 16 Mio. EUR 
Gesamtbetrag mit Mehrwertsteuer: 100 Mio. EUR

 

Bei der ersten Berechnungsvariante werden 100 Mio. EUR benötigt. Das ist der Betrag, das das Planungsbüro der Stadt ansetzt. Prämisse ist der Preisstand 2011. Wir benötigen aber den Preisstand 2013, damit wir die Variante 2 einbeziehen können.

Wir unterstellen eine Preiserhöhung pro Jahr um ca. 5 Prozent: Es sind somit ca. 10 Mio. EUR aufzuschlagen.

Gesamtpreis mit Mehrwertsteuer und geschätzt im Jahr 2013: 110 Mio. EUR

Natürlich kann man auch zu befürchtende Rohstoffpreissteigerungen und Gestehungskosten einbeziehen. Auch im Obersatz werden noch weitere Kosten zugestanden, die bei "Planungsreife" entstehen können.

Unterstellen wir eine Fertigstellung 2020 - so wie in den Präsentationen auch mal erwähnt - sind nochmals 7 x 5 Prozent aufzuschlagen: 35 Prozent: Der Aufschlag macht 38,5 Mio. EUR aus.

Gesamtpreis im Jahr 2020 mit Preissteigerungen: 148,5 Mio. EUR (ohne Zinseszinseffekt).

 

 

B. Annahmen zu Umweltverbundröhre an der Laimer Unterführung

1. Grundsätzlich wird die Umweltverbundröhre in Zusammenhang mit der (geplanten) zweiten Stammstrecke kalkuliert. Die zweite Stammstrecke ist ein Milliardenprojekt, zu der weder Bund noch das Land Bayern Gelder zu Verfügung stellen will.

 

2. Aus dem oben genannten Grund ist es schwer, diese Unterführung einzeln zu berechnen. Fachleute gehen nach Gesprächen mit einem Budget von ca. 50 Mio. EUR aus. Diese Zahl wurde auch dem Stadtrat Otto Seidl genannt. Ein Fertigstellungdatum wurde natürlich nicht benannt.

 

3. Wir sind uns bewusst, dass die Bewegung von Erdreich in einem bis 1945 bombardierten Gebiet Risiken birgt. Auch Verzögerungen bei Planungen verteuert das Projekt.

 

4. Zudem ist es uns nicht egal, wer die Kosten dieses Unterfangens trägt. Momentan ist das Bahnunternehmen zwar privatisiert, allerdings immer noch im Eigentum des Bundes. Bei jeder Aktion steht entweder der Steuerzahler direkt oder indirekt (Haftender) dahinter. Zudem sollte jedem Befürworter bewusst sein, dass Kosten auf die Nutzer umgelegt werden: Der Fahrpreis wird auch kalkuliert!

Somit sind wir uns sicher, dass die Umweltverbundröhre ca. 50 Mio. EUR kosten wird.

 

 

C. Sonstige Kosten

1. Wasseranschluss bzw. eventuelle Verlegung der Hauptwasserleitung 5 (verläuft unter der Fürstenrieder Straße!)

2. Kosten für Anlieger/Anwohner => die Stadt kann Kosten an die Eigentümer weitergeben. (Diese Verordnung ist derzeit ausser Kraft gesetzt.)

 

In allen Berechnungsvarianten wird deutlich, dass dieses Verkehrsprojekt rund 200 Mio. EUR kosten wird.

 

 

Bürgerinitiative - Keine Tram Westtangente | info@KeineTramWesttangente.de